Einige Grundgedanken zu Entspannung und Meditation
- Autogenes Training ist eine einfache Methode, um eine stabile, tiefe Entspannung zu erreichen. Autogenes Training im Sinne eines Entspannungsverfahren sollte mindestens einmal pro Tag für 30 Minuten geübt werden.
- Autogene Meditation baut auf das Autogene Training auf und hilft, unbewusste Glaubensmuster zu erkennen und im Sinne einer eigenen Persönlichkeitsentwicklung Schwächen abzubauen und eigene Stärken auszubauen.
- Mentales Training lenkt die eigenen Gedanken auf positive Ziele. So kann das eigene Selbstbild positiv beeinflusst werden.
Abends überprüft der/die Übende, ob sein/ihr Verhalten so war, dass es ihn/sie seinen/ihren Zielen näher gebracht hat. Der/die Übende stellt sich die Fragen: War mein Verhalten zufriedenstellend? Was sollte ich auf jeden Fall wieder tun? Was sollte ich unbedingt vermeiden? Wie kann ich meine Situation verbessern? Was muss ich vermeiden, um meine Situation nicht zu verschlechtern? Wer unterstützt mich dabei? Wer könnte mir schaden? Bin ich auf meinem Weg?
In seinen Coachings und Seminaren vermittelt Erwin Pahl seine eigene Lebensphilosophie - ein Programm mit vier Regeln:
1. Ich spiele offen. Ich habe keine Finten in der Hinterhand.
2. Ich spiele immer auf Kooperation, suche Zusammenarbeit und die gemeinsame Optimierung des Nutzens.
3. Wenn mich eine/r ausnutzen will, weil ich „so nett“ spiele, wehre ich mich sofort.
4. Aber ich bin nicht nachtragend. Schon in der nächsten Runde spiele ich wieder auf Kooperation. Ich kann mich wehren, aber auch vergeben und vergessen.
Durch die Kombination dieser Regeln entsteht eine aktive, realistische und wohltuende Selbstentwicklung. Die sich übrigens sehr deutlich von dem sog. „Positiven Denken“ unterscheidet, das allzu oft und allzu schnell in eine gefährliche Selbstüberschätzung einmündet (z. B. durch die unrealistische Übungsformel: "Es geht mir von Tag zu Tag immer besser!"). Denn wenn ein Mensch altert, bedarf es weitreichender Umstellungen, um gesund zu bleiben. Der menschliche Körper baut bekanntlich ab dem 25. Lebensjahr körperlich gesehen ab; deshalb muß man sich z.B. im Sport diesem Sachverhalt anpassen. Beispielsweise mit der Übungseinstellung: "Ich gewinne das Beste aus jeder Lebenssituation."
Alles in allem ist Autogenes Training kein überflüssiger Luxus oder gar ausschließlich etwas für Kranke oder Nervenschwache (mit dieser Vorstellung kommen leider immer noch viele SeminarteilnehmerInnen in meine Praxis). Vielmehr helfen Autogenes Training, Autogene Meditation und Mentales Training dabei, Ruhe und Entspannung zu finden und so Konzentration und Energie aufzubauen und Ziele zu erreichen.
Dabei gilt: Nichts motiviert mehr als der eigene Erfolg!
In diesem Sinne führt Autogenes Training dazu, meine eigene Bestimmung zu finden, und um so mein Leben sinnvoll und wertvoll zu gestalten.
Was auch das gewichtige Zitat zum Ausdruck bringt, das regelmässig oben rechts "Zum Nachdenken" eingeblendet wird:
"Es kommt im Leben eines jeden Menschen eine Zeit, in der er zu der Überzeugung gelangt,
dass Neid Unwissenheit ist,
dass Nachahmung Selbstmord ist,
dass er sich in Freud und Leid als sein Schicksal akzeptieren muss;
dass, obgleich das Universum voll von guten Dingen ist, kein einziges nahrhaftes Korn zu ihm kommen kann außer durch seine Arbeit, die er dem Fleckchen Erde widmet, das ihm zur Bearbeitung gegeben ist.
Die Kraft, die in ihm wohnt, ist neuer Art, und niemand als er allein weiß, was er zu tun vermag;
und auch er weiß es so lange nicht, bis er es ausprobiert hat."
(Ralph Waldo Emerson)









